HP

Renovierung

Muss eine Wand nach einem Wasserschaden gestrichen werden, hat der Verursacher des Wassereinbruchs nicht für das Streichen benachbarter Wände im selben Raum zu zahlen. Auf dieses Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz weist der Deutsche Anwaltsverein hin Az.: 2U 209/10).
In den Keller eines Hauses war Regenwasser eingedrungen und hatte die Wand durchnässt, weil ein Nachbar bei Bauarbeiten unvorsichtig gewesen war. Der Hausbesitzer ließ daraufhin alle Wände in dem Kellerraum streichen – auch diejenigen, die nicht feucht geworden waren – und verlangte von seinem Nachbarn, die Rechnung zu begleichen. Der Weigerte sich. Zu Recht, urteilten die Richter. Der Verursacher des Schadens müsse nur für das Streichen der feuchten Wand zahlen. Die übrigen Wände hätte der Geschädigte ohnehin streichen ,üssen, weil die letzte Renovierung schon fünf Jahre zurücklag.

HP

Automatenbetrug

Auch während des Urlaubs im europäischen Ausland können Bankkunden Opfer sogenannter Skimming-Betrüger werden, warnt die Versicherung R+V. Die Verbrecher manipulieren Geldautomaten, um die Informationen von Bankkarten zu kopieren und die Geheimzahl ausspähen zu können. Dabei heben sie mit den erbeuteten Daten geld vom Konto ihrer Opfer ab. Im vergangenen Jahr ereigneten sich die meisten dieser Fälle nach Informationen des Bundeskriminalamtes in Frankreich, Italien und in der Türkei. Um sich zu schützen, sollten Urlauber am Geldautomaten nach Manipulationen wie versteckt angebrachte Kameras Ausschau halten. Außerdem hilft es. Die Tastatur bei der Eingabe der Geheimzahl mit der anderen Hand zu verdecken, um das Ausspähen zu erschweren.

HP

Unfallschaden

Wer während der Fahrt das Navigationsgerät bedient und dabei einen Unfall verursacht,
verliert seinen Versicherungsschutz.Das hat das Landgericht Potsdam entschieden (Az.: 6 0 32/09). ein Mann war mit einem Mietwagen auf der Autobahn unterwegs, bediente während der Fahrt das Navigationsgerät und rammte währenddessen ein vorausfahrendes Auto. Die Mietwagenfirma verlangte von dem Fahrer, den kompletten Schaden in Höhe von 5175 Euro zu ersetzen, obwohl beide Parteien eine Selbstbeteiligung von 950 Euro vereinbart hatten. Zu Recht, entschieden die Richter. Der Fahrer habe sich grob fahrlässig verhalten und damit seinen Versicherungsschutz verwirkt.

thobre

Was bedeutet Unisex?

Vielleicht ist es Ihnen in den letzten Tagen und Wochen aufgefallen. Versicherungen, Verbraucherinitativen und die Presse berichten immer wieder vom Stichtag zu den Unisex-Tarifen. Doch was bedeutet Unisex bzw. Unisex-Tarif überhaupt?

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass in Zukunft das Geschlecht keine Rolle mehr bei der Kalkulation von Versicherungsbeiträgen spielen darf.

Was bedeutet Unisex für Versicherungsnehmer?

Es gibt nur noch einen Tarif. Egal ob Mann oder Frau, die Beiträge sind für beider Geschlechter gleich. Das hat Vor- und Nachteile. Allerdings betrifft dies nur auf neue Verträge. Versicherungen die vor dem 21.12.2012 abgeschlossen werden, sind davon nicht betroffen.

Je nach Versicherungsart können Männer oder Frauen profitieren. Zum Beispiel werden zukünftig Rentenversicherungen für Männer teurer und Risikolebensversicherungen für Frauen ebenso teurer. Für Interessenten lohnt sich unter Umständen, bis zum Stichtag sich die alten Beiträge zu sichern. Einsparungen von bis zu 50% sind möglich.

Wie das ganze funktioniert, zeigt ein interessantes Video der Stuttgarter Versicherung:

Sie haben noch Fragen? Dann kontaktieren Sie mich einfach, oder vereinbaren ein unverbindliches Info- Beratungsgespräch direkt online.

IMG_0087Wenn Sie meine Blogbeiträge verfolgen, ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass ich mich in den vergangenen Monaten mit der Thematik der digitalisierten Versicherungspolice und deren digitalen Ablage beschäftige.

Schluss mit dem Chaos: Der digitale Versicherungsordner, war so ein Artikel. Der digitale Versicherungsordner von Ralf Kohl ist mittlerweile in einer ersten Endversion auch für den Kundenbetrieb lauffähig. Für mich Grund genug, den digitalen Versicherungsordner für meine Kunden zur Verfügung zu stellen.

Warum biete ich meinen Kunden die Online-Verwaltung der Versicherungsverträge an?

Schuhkarton oder IPad ist nicht nur eine retorische Frage, sondern spiegelt meine Erfahrungen im Makleralltag wieder. Erst letzte Woche sammelte ich mal wieder eine Kiste mit Versicherungsunterlagen ein. “Herr Brettinger, ich habe den Überblick verloren. Können Sie mir diesen beschaffen?” Kein Problem.

Transparenz, Übersichtlichkeit und vor allem der uneingeschränkte Zugriff auf die wichtigsten Unterlagen und Informationen sind ein Vorteil des digitalen Versicherungsordners. Darüber hinaus können alle Vorsorgedokumente ( z.B. auch Patienten- und Betreuungsverfügungen u.a.) in diesem System abgelegt werden.

Wie nehmen die Kunden / Mandanten die Online-Verwaltung der Versicherungsverträge an?

Sehr gut, das liegt aber auch daran, das der digitale Versicherungsordner von mydiverso.de ( Firma des Entwickers Ralf Kohl) nicht nur auf die Themen Versicherungen, sondern ganzheitlich alle Vorsorgethemen (Notfallmappe) abdeckt.

Gibt es eine Demo-Version?

Zur Zeit nicht. Gerne zeige ich Ihnen die Möglichkeiten des digitalen Versicherungsordners live in Form einer Onlineberatung. Sie brauchen dazu nur ein Telefon und einen Internetzugang ( Internetbrowser wie Explorer, Firefox oder Safari genügt, es muss keine Software installiert werden ). Am besten vereinbaren Sie direkt online Ihren KennenLernen-Termin

Bei der Diagnose einer Krebserkrankung bei Frauen z.B. Brustkrebs, Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs erhalten Sie eine vereinbarte Versicherungssumme zur freien Verfügung. Somit können Sie sich ganz auf die eigene Gesundheit konzentrieren.

Die Highlights für alle Frauen:

  • Wahlweise 25.000 oder 50.000 Euro absichern
  • Für alle Frauen vom 18. bis 65 Lebensjahr
  • Nur zwei Gesundheitsfragen!
  • Versichert sind acht typische Krebserkrankungen bei Frauen
  • Schon ab 1,80 Euro im Monat

Die Angst vor einer Krebserkrankung kann nicht genommen werden – aber die finanziellen Sorgen.

2012-06-01_16-27-38

Hier können Sie Ihr LADYLIKE Diagnose Krebs-Schutzbrief Info-Paket anfordern.

Sportboot-Unfall
Ein Mann, der wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Boot verlor und über Bord ging, bekommt für das Wrack kein Geld von seiner Sportbootkaskoversicherung. Seine grob fahrlässige Fahrweise kostete ihn den Versicherungsschutz für sein 140.000 Euro teures Boot.
Der Mann hatte mit fast 100 Stundenkilometern auf dem Rhein ein Frachtschiff überholt. Beim Überfahren der Heckwelle des Frachters hob das Sportboot ab und tauchte dann unter, sodass der Mann von Bord gerissen wurde. Das Boot raste führerlos weiter und kam erst in einem Wald auf einer Insel zum Stehen. Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen, da das Boot über einen „Quick-Stop“ verfügte, der die Zündung unterbricht, sobald der Bootsführer sich vom Steuer entfernt. Es ließ sich nicht klären, ob der Mann die Quick-Stop-Schnur vorschriftsgemäß an seinem Körper befestigt hatte.
Das Oberlandesgericht Köln hob in seinem Urteil hervor, dass Wassersportler sich mit der Betriebsanleitung ihres Bootes vertraut machen und ihre Geschwindigkeit der Situation anpassen müssen-auch ohne Tempolimit (Az. 9 U 84/10).

Das Landgericht Coburg hat mit Urteil vom 6. April 2011 entschieden (Az.: 21 O 609/10), dass der Grundstückseigentümer in der Regel nicht zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadenersatz verpflichtet ist, wenn ein Kind zu Schaden kommt, weil es einen Zaun zu Turnübungen nutzt.
Geklagt hatte eine Sechsjährige, die zusammen mit ihrem Vater und ihrer jüngeren Schwester eine öffentliche Veranstaltung besuchen wollte. Während der Vater der Schwester aus dem Auto half, machte das Mädchen Turnübungen an der Eisenstange eines in der Nähe befindlichen Zauns. Dabei löste sich die Stange und fiel zusammen mit dem Kind zu Boden. Bei dem Zwischenfall erlitt das Mädchen schwere innere Verletzungen.
Das Kind verklagte den Besitzer des Zauns auf Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 7.500,- Euro, da er seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hatte, da er den Zaun nicht gegen Zwischenfälle der geschilderten Art gesichert hatte. Zusätzlich verlangte ihr Vater 6.000,- Euro, die ihm während seiner ständigen Besuche im Krankenhaus an Arbeitseinkommen verloren gegangen waren.
Der Beklagte argumentierte, dass er den Zaun noch wenige Wochen vor dem tragischen Ereignis kontrolliert hatte, ohne eine Beschädigung festgestellt zu haben. Er könne sich den Unfall nur so erklären, dass danach z.B. Jugendliche die Stange so verbogen hatten, dass sie den Turnübungen des Mädchens nicht standhielt. Er bzw. sein Grundstückshaftpflichtversicherer lehnten es daher ab, für den Schaden einzustehen.
Die Richter des Coburger Landgerichts wiesen die Klage als unbegründet zurück.
Nach Meinung des Gerichts ist ein Grundstücksbesitzer im Rahmen des ihm Zumutbaren zwar grundsätzlich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Dritte nicht zu Schaden kommen. Diese Verpflichtung gilt jedoch nur gegenüber befugten Benutzern des Grundstücks und seiner Einrichtungen.
Zwar muss immer damit gerechnet werden, dass Kinder aus Unerfahrenheit und Leichtsinn Gefahren nicht richtig einschätzen, jedoch musste der Beklagte nicht davon ausgehen, dass sein Zaun derartig zweckentfremdet wird, wie durch das Kind geschehen.
Das Urteil ist rechtskräftig.

Das Finanzgericht Düsseldorf hat am 23. März 2011 entschieden (Az.: 4 K 2354/08), dass vererbte Leistungen aus einer privaten Rentenversicherung grundsätzlich der Erbschaftsteuer unterliegen. Das gilt auch dann, wenn der Erbe die Beiträge für den Vertrag aus seinem Vermögen bezahlt hat.

Im Juli 2003 hatte die Ehefrau des Klägers eine sofort beginnende private Rentenversicherung gegen Zahlung eines Einmalbeitrags abgeschlossen. Widerruflich Begünstigter für den Todesfall war ihr Mann. Dieser zahlte auch von einem ihm allein gehörenden Konto den Einmalbeitrag in Höhe von 150.000,- Euro.
Als die Versicherte vier Jahre später starb, überwies der Versicherer dem begünstigten Ehemann vereinbarungsgemäß den eingezahlten Beitrag abzüglich der bis dahin an seine Frau gezahlten Renten.
Als der Fiskus von der Zahlung erfuhr, rechnete er die Versicherungsleistung dem übrigen Erbe von annähernd einer Million Euro zu und verlangte von dem Kläger die Zahlung von Erbschaftsteuer.
Der Kläger war damit nicht einverstanden. Da der Einmalbeitrag für die Versicherung nachweislich von ihm bezahlt wurde, meinte er, für den durch die Erbschaft erfolgten Rückfluss nicht auch noch Erbschaftsteuer zahlen zu müssen.
Die Richter des Düsseldorfer Finanzgerichts wiesen seine Klage gegen sein Finanzamt als unbegründet zurück.
Nach Meinung des Gerichts hat das Finanzamt die Versicherungsleistung zu Recht dem zu versteuernden Erbe hinzugerechnet. Denn dabei handelt es sich um einen „Erwerb von Todes wegen“ im Sinne von § 3 Absatz 1 Nummer 4 ErbStG (Erbschaftsteuergesetz). Danach gilt als Erwerb von Todes wegen jeder Vermögensvorteil, der aufgrund eines vom Erblasser geschlossenen Vertrages bei dessen Tod von einem Dritten unmittelbar erworben wird.
Im Sinne des Erbschaftsteuergesetzes kommt es nicht darauf an, ob zum Nachlass gehörende Versicherungsansprüche nur deswegen vererbt werden können, weil der Erbe den Vertrag zuvor finanziert hat. Denn das Erbschaftsteuerrecht unterscheidet bei dem Vermögensanfall von Todes wegen nicht danach, ob das Vermögen durch frühere Zuwendungen des Erben an den Erblasser gebildet worden ist.
Deswegen ist ein durch einen Erbfall ausgelöster Vermögensrückfluss an den früheren Eigentümer grundsätzlich ohne Einfluss auf die Ermittlung des steuerpflichtigen Erbes.
Wenn der Gesetzgeber Fälle wie den vorliegenden von der Erbschaftsteuer ausnehmen wollte, so hätte er im Erbschaftsteuergesetz einen entsprechenden Ausnahmetatbestand aufnehmen können. Da das nicht geschehen ist, ist nach Auffassung der Richter davon auszugehen, dass es in der Regel nicht darauf ankommt, aus welcher Vermögensquelle der Erblasser sein Vermögen erworben hat.

Die 13. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf hat mit Urteil vom 29. Juli 2011 entschieden (Az.: 23 S 137/05), dass ein Versicherer auch dann nicht zur Leistung verpflichtet ist, wenn ein Versicherter wegen eines Schwindelanfalls zu Schaden kommt, wenn in den Bedingungen einer privaten Unfallversicherung Unfälle infolge von Geistes- oder Bewusstseinsstörungen ausgeschlossen sind.

Der Kläger war bei dem beklagten Versicherer privat unfallversichert. Beim Begehen einer Treppe war er gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Als Unfallursache hatte er in der Schadenanzeige angegeben, einen Schwindelanfall erlitten zu haben. Das nahm der Versicherer zum Anlass, sich auf einen Ausschluss unter Hinweis auf die Versicherungsbedingungen zu berufen, nach denen Unfälle aufgrund von Geistes- oder Bewusstseinsstörungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen waren.
Der Versicherte machte in seiner gegen den Versicherer eingereichten Klage geltend, dass er sich durchaus an die Details des Sturzes erinnern könne. Von einer den Versicherungsschutz ausschließenden Bewusstseinsstörung könne daher keine Rede sein.
Die Richter des Düsseldorfer Landgerichts wollten dem nicht folgen und wiesen die Klage gegen den Unfallversicherer als unbegründet zurück.
Das Gericht meinte, dass eine Schwindelattacke eine Bewusstseinsstörung im Sinne der Versicherungs-Bedingungen darstellt. Der Versicherer hat dem Kläger daher zu Recht den Versicherungsschutz versagt. Von einer Bewusstseinsstörung ist immer dann auszugehen, wenn erhebliche Störungen der Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit vorliegen, die einen Versicherten außer Stande setzen, den Sicherheitsanforderungen seiner Umwelt zu genügen. Der Eintritt einer völligen Bewusstlosigkeit ist dazu nicht erforderlich.
Vielmehr kommt es nach Ansicht der Richter darauf an, dass die Reaktionsfähigkeit des Versicherten soweit beeinträchtigt ist, dass er der konkreten Gefahrenlage, in welcher er sich befindet, nicht mehr gewachsen und eine einen Unfall vermeidende Reaktion nicht mehr möglich ist. Davon war im Fall des Klägers auszugehen. Hätte er einen „normalen“ Schwindelanfall erlitten, so hätte er zumindest die Möglichkeit gehabt, sich am Treppengeländer festzuhalten oder sich auf eine Stufe zu setzen, um einen Sturz zu vermeiden.
Nach Auffassung des Gerichts kommt als Indiz für eine Bewusstseinsstörung im Sinne der Versicherungs-Bedingungen hinzu, dass der Kläger bereits Monate vor seinem Unfall wegen eines psychogenen Schwindels behandelt wurde und zugeben musste, dass er Probleme mit Schwindelanfällen hat.

Nächste Einträge »