30.09.2010
Der sichere Weg zur Rente
so lautet die Überschrift eines Artikels des Extraheftes der Ausgabe des plus Magazin 10/2010. Besonders der Untertitel, ‘Rentenlücke clever schließen’ hat mich neugierig gemacht.
‘Die Rentenreform sorgt dafür, dass das Rentenniveau eine bestimmte Grenze nicht unterschreitet‘. So wird die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zitiert. Das erinnert mich fast an an den Altminister Blüm mit seinem Spruch:’ Die Rente ist sicher’.
Eins sollten wir mittlerweile gelernt haben, so hoffe ich. Wer sich auf Politiker verlässt, könnte irgendwann im Regen stehen.
Ich möchte auch keine politische Diskussion führen, denn dies ist bei diesem, für jeden Bürger, wichtigen Thema unangebracht.
Gut finde ich, dass der Artikel Klartext spricht. Ein Auszug aus dem Text reicht meiner Meinung völlig aus, um die Situation zu begreifen:
‘Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht sogar davon aus, das in einigen Jahren “die gesetzliche Rente nicht mehr zum Leben reichen wird“. Nicht nur in Ostdeutschland werde die gesetzliche Rente für viele auf das Niveau der Sozialhilfe sinken’.
Gut finde ich auch, dass sofort die Möglichkeit geboten wird, seine Rentenlücke zu errechnen. Mit einer einfachen und für jeden nachvollziehbaren Tabelle kann man sich die ‘wahre Rentenlücke’ errechnen (siehe Bild unten)

Als ich mir die Tabelle allerdings genau angeschaut habe, ist mir sofort etwas aufgefallen: Wo bleibt die Berücksichtigung der Inflation? Selbst in der Rentenprognose wird darauf hingewiesen, dass die Inflation zu berücksichtigen ist.
Welche Auswirkung dies hat, möchte ich an einem kleinen Beispiel zeigen. Wenn ein heutiger 55-Jähriger in 10 Jahren in Rente gehen möchte und aus heutiger Sicht einen Anspruch auf 1000€ Rente (Prognose der Rentenversicherung 2010) hat, wird er, wenn er 10 Jahre später diese Rente bezieht, nur noch eine Rente mit der Kaufkraft von 788,49€ bekommen (bei einer unterstellten Inflation von 2%)
Klartext: Statt 1000€ Rente wird er nur 788,49€ bekommen.
Die Auswirkung der Inflation ist also auf jeden Fall bei der Errechnung der wahren Rentenlücke zu berücksichtigen.



