Monatsarchiv für Januar 2013

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Renovierung

Muss eine Wand nach einem Wasserschaden gestrichen werden, hat der Verursacher des Wassereinbruchs nicht für das Streichen benachbarter Wände im selben Raum zu zahlen. Auf dieses Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz weist der Deutsche Anwaltsverein hin Az.: 2U 209/10).
In den Keller eines Hauses war Regenwasser eingedrungen und hatte die Wand durchnässt, weil ein Nachbar bei Bauarbeiten unvorsichtig gewesen war. Der Hausbesitzer ließ daraufhin alle Wände in dem Kellerraum streichen – auch diejenigen, die nicht feucht geworden waren – und verlangte von seinem Nachbarn, die Rechnung zu begleichen. Der Weigerte sich. Zu Recht, urteilten die Richter. Der Verursacher des Schadens müsse nur für das Streichen der feuchten Wand zahlen. Die übrigen Wände hätte der Geschädigte ohnehin streichen ,üssen, weil die letzte Renovierung schon fünf Jahre zurücklag.

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Automatenbetrug

Auch während des Urlaubs im europäischen Ausland können Bankkunden Opfer sogenannter Skimming-Betrüger werden, warnt die Versicherung R+V. Die Verbrecher manipulieren Geldautomaten, um die Informationen von Bankkarten zu kopieren und die Geheimzahl ausspähen zu können. Dabei heben sie mit den erbeuteten Daten geld vom Konto ihrer Opfer ab. Im vergangenen Jahr ereigneten sich die meisten dieser Fälle nach Informationen des Bundeskriminalamtes in Frankreich, Italien und in der Türkei. Um sich zu schützen, sollten Urlauber am Geldautomaten nach Manipulationen wie versteckt angebrachte Kameras Ausschau halten. Außerdem hilft es. Die Tastatur bei der Eingabe der Geheimzahl mit der anderen Hand zu verdecken, um das Ausspähen zu erschweren.

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Unfallschaden

Wer während der Fahrt das Navigationsgerät bedient und dabei einen Unfall verursacht,
verliert seinen Versicherungsschutz.Das hat das Landgericht Potsdam entschieden (Az.: 6 0 32/09). ein Mann war mit einem Mietwagen auf der Autobahn unterwegs, bediente während der Fahrt das Navigationsgerät und rammte währenddessen ein vorausfahrendes Auto. Die Mietwagenfirma verlangte von dem Fahrer, den kompletten Schaden in Höhe von 5175 Euro zu ersetzen, obwohl beide Parteien eine Selbstbeteiligung von 950 Euro vereinbart hatten. Zu Recht, entschieden die Richter. Der Fahrer habe sich grob fahrlässig verhalten und damit seinen Versicherungsschutz verwirkt.