Sportboot-Unfall
Ein Mann, der wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Boot verlor und über Bord ging, bekommt für das Wrack kein Geld von seiner Sportbootkaskoversicherung. Seine grob fahrlässige Fahrweise kostete ihn den Versicherungsschutz für sein 140.000 Euro teures Boot.
Der Mann hatte mit fast 100 Stundenkilometern auf dem Rhein ein Frachtschiff überholt. Beim Überfahren der Heckwelle des Frachters hob das Sportboot ab und tauchte dann unter, sodass der Mann von Bord gerissen wurde. Das Boot raste führerlos weiter und kam erst in einem Wald auf einer Insel zum Stehen. Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen, da das Boot über einen „Quick-Stop“ verfügte, der die Zündung unterbricht, sobald der Bootsführer sich vom Steuer entfernt. Es ließ sich nicht klären, ob der Mann die Quick-Stop-Schnur vorschriftsgemäß an seinem Körper befestigt hatte.
Das Oberlandesgericht Köln hob in seinem Urteil hervor, dass Wassersportler sich mit der Betriebsanleitung ihres Bootes vertraut machen und ihre Geschwindigkeit der Situation anpassen müssen-auch ohne Tempolimit (Az. 9 U 84/10).

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