Archiv für das Tag 'PKV'

So lautet die Überschrift eines Beitrages in der Financial Times Deutschland vom 22.11.2011.

Es geht um das verbriefte Wechselrecht (§204 VVG) in der privaten Krankenversicherung und das kundenunfreundliche Verhalten der Versicherer bei Anfragen nach einem Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft.
Der Bund der Versicherten (BdV) fordert eine gesetzliche Regelung, nach der die Versicherer ihren Kunden von sich aus über das Wechselrecht informieren und gleichzeitig die passenden Alternativen vorschlagen müssen. Dies ist zur Zeit nur bei Versicherten, die älter als 60 Jahre sind, verpflichtend.
Die Praxis zeigt, so der Bericht, dass Versicherer und deren Versicherungsvertreter den Tarifwechsel behindern, bzw. den Kunden versuchen von seinem Vorhaben abzubringen.

Von daher sei es auch kein Wunder, dass Unternehmen, Versicherungsmakler und Versicherungsberater PKV-Versicherten beim Tarifwechsel helfen. Allerdings hält Herr Köster vom BdV die Entgelte vieler Tarifwechselanbieter für zu hoch. “Die Beteiligung der Anbieter an den erzielten Einsparungen könnte falsche Anreize setzen. Der Tarif mit der größten Ersparnis muss nicht der Beste für den Kunden sein.” Deshalb rät der BdV zu einem Festhonorar.

Hier geht es zum Artikel: Kunden sollen bleiben, wo sie sind.

Ab sofort können Sie mit dem Tariffinder Krankenzusatzversicherungen Angebote für Krankenzusatzversicherungen wie:

  • Privatpatient im Krankenhaus
  • Zahnzusatzversicherungen
  • Ergänzungstarife zur gesetzlichen Krankenversicherung

nach Ihren Wünschen und Anforderungen suche. Sie bekommen für den von Ihnen gewünschten Zusatzversicherungen ein umfassendes und kostenloses Angebot mit allen relevanten und notwendigen Unterlagen. Wenn Sie einen Versicherungsschutz beantragen wollen, wird der dazu benötige Antrag, vorbereitet mit Ihren persönlichen Daten, Ihnen ebenso als pdf-File zugesandt.

Wünschen Sie eine persönliche Beratung zu den Krankenzuzatzversicherungen ist das selbstverständlich möglich.

Hier geht es zum Tariffinder für Krankenzusatzversicherungen

Die HUK-Krankenversicherung passt ihre Beiträge zum 1.3.2011 an. Besonders die Beihilfetarife sind mit Beitragserhöhungen um bis zu 36 Prozent betroffen.

Zur Zeit liegen mir aber keine detaillierte Informationen vor. Sicher ist, dass bei einer solchen Beitragserhöhung die Reaktion der Kunden ziemlich stark ausfallen wird.

Doch Vorsicht! Im Netz findet man wieder Aussagen wie: Billiger durch Wechseln, Sonderkündigungsrecht …..

In den meisten Fällen ist es kein Vorteil, sondern ein großer Nachteil. Ein Wechsel sollte sehr gut überlegt sein. Lassen Sie sich unabhängig beraten!

Anmerkung: Auf der Webseite von Dübbert & Partner, einem Versicherungsmaklerkollegen steht u.a. zur Beitragsanpassung der HUK:

“Es muss einen Grund haben das die HUK nicht mit Versicherungsmaklern sondern ausschließlich mit eigenen Versicherungsvertretern und den sogenannten „Vertrauensleuten“ in den Amtsstuben arbeitet. Nun ist hinreichend bekannt, dass viele im öffentlichen Dienst immer noch glauben nur weil eine Versicherung (fast) das Monopol hat auch besonders kundenfreundlich, Service orientiert und Beitrags sparend versichert. Das könnte mit dieser Beitragsanpassung widerlegt sein.”

Und, wie sehen Sie das?

Für viele PKV-Versicherte ist die Erhöhung noch deutlicher ausgefallen, weil in ihrem Versicherungsvertrag ein bzw. mehrere Risikozuschläge vereinbart wurden. Diese Risikobeiträge erhöhen sich dann – leider- auch. Dies bedeutet für die Versicherten eine zusätzliche Beitragsbelastung.

Kleiner Exkurs: Ein Risikobeitrag wir erhoben, wenn trotz eines medizinischen Risikos Versicherungsschutz gewährleistet wird. Damit soll das erhöhte Risiko die Tarifkalkulation nicht zusätzlich belasten. Für das erhöhte Risiko bezahlt man quasi einen zusätzlichen Beitrag. Positiv: Trotz erhöhtem Risiko, der Versicherungsschutz könnte auch abgelehnt werden, bekommt man Versicherungsschutz.

Dies führt dann bei immer wieder kehrenden Beitragserhöhungen zu zusätzlichen Belastungen. Dabei wird oft vergessen, dass Risikozuschläge auch vermindert oder ganz aufgehoben werden können.

Wann kann man einen Risikozuschlag reduzieren?

Ganz einfach, wenn das Risiko nicht mehr besteht, oder, wenn das Risiko kleiner geworden ist.

Das Problem: Sie müssen selbst aktiv werden!

In den letzten Tagen und Wochen habe ich ausschließlich über die Auswirkungen der Beitragserhöhung der PKV geschrieben. Dabei darf man nicht die Beitragserhöhung der GKV nicht vergessen.

“Eine kräftige Beitragserhöhung, obendrauf mögliche Zusatzbeiträge ohne Obergrenze – mit der Gesundheitsreform kommt in diesem Jahr einiges auf die Versicherten zu. Die wichtigsten Änderungen im Überblick” – so lautet die Einleitung zu dem Artikel “Nach der Gesundheitsreform: Was sich 2011 für die Versicherten ändert” von Elke Schulze in Stern.de .

Die Kosten zur Erhaltung unserer Gesundheit steigen – in allen Systemen.

Diese Frage ist mir in den letzten Tagen besonders oft gestellt worden. Meist im Zusammenhang mit den 4 Wochen Sonderkündigungsrecht zur Beitragserhöhung. Hier gab es sehr oft Unstimmigkeiten.

Der Wechsel innerhalb der eigenen Gesellschaft ist i.a. Regel immer, d.h. zum nächsten Monatsbeginn möglich. Die 4 Wochen Sonderkündigungsrecht beziehen sich nur bei einem Wechsel zu einer anderen Gesellschaft.

Fazit: Der Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft kann jederzeit beantragt werden.

Die Beitragserhöhungen dürften mittlerweile bei allen Versicherten angekommen sein. Die Tarifoptimierung, bzw. der Tarifwechsel innerhalb der eigenen Gesellschaft ist einer meiner Beratungsschwerpunkte. In vielen Gesprächen, Telefonaten und Mails habe ich Eindrücke erfahren, die ich heute in einer ersten Betrachtung zusammen tragen möchte:

  1. Beitragserhöhungen bzw. Beitragsanpassung treffen überdurchschnittlich den Bestand. Langjährige Versicherte habe in aller Regel höhere Beitragserhöhungen.
  2. Viele Versicherte sind in geschlossenen Tarifen versichert. Manche und das ist erschreckend, seit mehr als 10 Jahren.
  3. Die Nachwirkungen des Schockes der Beitragserhöhung sind vielfach unüberlegtes Handels mit weitreichenden negativen Konsequenzen.
  4. Die Kenntnisse über den eigenen Versicherungsschutz sind teilweise erschreckend gering. Auffällig ist auch, dass in den meisten Fällen keine Betreuung vorhanden ist.

Weitere Punkte sind vorhanden, darauf möchte ich aber in meiner Betrachtung nicht eingehen ( bei einer abschließenden Betrachtung werde ich auf diese weiteren Punkte eingehen.)

Beitragserhöhungen sind in der PKV die Regel. Da wird es aus meiner Sicht vorerst keinen Ausweg geben. Die Erhaltung unserer Gesundheit wird immer teurer. Irgendwo habe ich in den vergangenen Tagen gelesen, dass man quasi 6 Prozent Kostensteigerung im PKV Bereich als ‘Normal’ betrachten muss. Gefühlt kann ich das bestätigen. Meine persönliche Beitragserhöhung war höher. Aber für mich war und ist der Weg in die PKV nicht der Weg des günstigen Beitrages, sondern der Weg der besseren medizinischen Versorgung.

Die Entscheidung für die private Krankenversicherung sollte im Vorfeld wohl überdacht sein. Nicht nur der Preis muss stimmen, Kriterien wie Leistungskatalog und die Qualität der Versicherung müssen passen. Dabei darf man auf keinen Fall vergessen, dass der eigene Versicherungsschutz regelmäßig überprüft werden muss. Die hohe Zahl an Versicherten in ‘geschlossenen Tarifen’ zeigt dies in dramatischer Weise.

Ein Wechsel des Versicherers bringt in aller Regel nur Nachteile. Der Verlust von Altersrückstellungen wirkt sich erst viele Jahre später aus und ist dann auch nicht mehr korrigierbar. Die Krankenversicherung ist ihr lebenslanger Wegbegleiter. Das sollte man bei jeder Entscheidung mit einbeziehen.

Lassen Sie sich in regelmäßigen Abständen Ihren Versicherungsschutz erklären. Fragen Sie nach Neuerungen. Auch das gehört zu den Aufgaben eines Versicherungsvermittlers oder Versicherungsmakler. Es hilft Ihnen wenig, wenn der Versicherungsvertrag im Versicherungsordner im Dornröschenschlaf verweilt. Es geht um Ihre Interessen.

ist das nicht erfreulich, sondern bringt auch Probleme mit sich. Die Rechnungen, die zur Erstattung eingereicht wurden, müssen ja auch fristgerecht bezahlt werden.

Der Malermeister Werner Deck denkt sich: Ich zahle mit gleicher Münze zurück und schreibt der Versicherung einen netten Brief:

….”Ich habe mich verpflichtet, Ihnen gegenüber ständig die pünktlichste Beitragszahlung zu zeigen. Umso mehr bedaure ich, dass Sie im Einzelfall dezeit länger auf die Bezahlung meines Beitrages warten müssen – bitte entschuldigen Sie vielmals.” …

Gleichzeitig widerruft Malermeister Werner Deck die Abbuchungs-/ Einzugsermächtigung.

Entschlossen mutig und gefühlsmäßig absolut nachvollziehbar. Auffallend ist, dass der Brief freundlich gehalten ist. Der Empfänger wird eher schmunzeln, als sich darüber ärgern.

Aber, welche Konsequenzen hat die Kündigung der Einzugsermächtigung, sowie die Ansage, Beiträge in Zukunft später zu bezahlen.

Die Versicherung reagiert prompt, bedauert die Verzögerung, verspricht Besserung und verweist abschließend darauf, die Beiträge pünktlich zu überweisen, damit keine Nachteile entstehen.

Welche Nachteile?

Naja, da denkt man: Gleiches Recht für alle und die Versicherung bittet um pünktliche Überweise, damit keine Nachteile entstehen. Weshalb das denn?

Ein Blick in die Versicherungsbedingungen gibt Klärung. Genau dies hat in vorzüglicher Art mein Maklerkollege Vladimir Simonov getan. In seinem Blogbeitrag Wer sitzt am längeren Hebel – der Kunde oder die Versicherung
beleuchtet er genau den oben aufgeführten Fall. Um es kurz zu machen, die Versicherung hat Anspruch auf pünktliche Zahlung. Alles weitere lesen Sie im Blogbeitrag von Wladimir Simonov nach.

Abschließend noch einige Anmerkungen: Durch Zufall entdeckt und einfach für toll befunden. So beschreibe ich jetzt mal den Blog von Malermeister Deck. Selten liest man sich durch einen Blog, der so mit ‘Herzblut’ gemacht ist. Das gilt auch für den Blog von Wladimir Simonov. Er versteht es, die Vorteile der unabhängigen Beratung richtig darzustellen.

Seit Einführung der gesetzlichen Pflicht zur Krankenversicherung können Krankenversicherer säumige Zahler nicht mehr vom Versicherungsschutz aussschließen.

Einige Versicherer, wie z.B. die Hanse-Merkur Krankenversicherung planen für solche Kunden einen ‘Mini-Tarif’ mit abgespeckten Leistungen zu schaffen. Hier würden dann nicht mehr alle Leistungen erstattet und keine Rückstellungen für das Alter getätigt.

Rutschen die Kunden mit zwei Monatsbeiträgen ins Minus, frieren die Kassen nach erfolgsloser Mahnung den Versicherungsschutz ein. Im Notfall müssten Sie dann aber zahlen.

via: versicherung-blog.net: Krankenversicherung: Extra-Tarif für säumige Zahler

Gerade bei einem geplanten Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung sollte man sich die Bedeutung des Anrechnungsbetrages bewusst sein.

Was ist der Anrechnungsbetrag überhaupt?
Der Anrechnungsbetrag ist der Gegenwert, der für den Versicherten gebildeten Altersrückstellung. Der Anrechnungsbetrag ist die Differenz zwischen dem aktuellen Beitrag und dem Beitrag, der bei einem Neuabschluss (Eintrittsalter ist entscheidend für die Beitragsfindung) des Tarifes zu zahlen wäre.

Kann ich bei einem Wechsel des Versicherers meine bis dato gebildeten Altersrückstellungen mitnehmen?

Jein. Zwar ist es mittlerweile möglich, bei einem Wechsel der privaten Krankenversicherung Altersrückstellungen mitzunehmen, allerdings nur eingeschränkt. Im Schnitt verlieren Sie bis zu 80% der vorhandenen Altersrückstellungen. Das kann besonders für langjährig Versicherte von großem Nachteil sein. Auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie die Informationen zur Portabilität der Altersrückstellungen

Wie wirkt sich die Altersrückstellung bei Tarifwechsel aus?
Wird ein Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft vollzogen, werden die Altersrückstellungen auch auf den neuen Tarif übertragen. Das erwirkt natürlich eine noch größere Beitragsersparnis. Um das zu verdeutlichen, hier ein Beispiel:

umstellungsangebot

Ein 70 jähriger Versicherte wollte aufgrund einer Beitragserhöhung seines Vertrages Anfang 2010 in den Standarttarif wechseln. Der dafür aktuelle Tarifbeitrag betrug 593,04€. Der Anrechnungsbetrag von 451,65€ mindert den Zahlbeitrag auf 141,39€

Bei diesem Beispiel ist erkennbar, dass die Höhe des Anrechnungsbetrages massgeblich für die Beitragssituation der privaten Krankenversicherung im Alter ist.

  • Je länger bei einer Gesellschaft, desto größer der Anrechnungsbetrag.
  • Jeder Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung mindert Ihre Altersrückstellung.
  • Nächste Einträge »