Archiv für das Tag 'PKW'

Bis zum 30.11.2011 haben Sie noch Zeit und Gelegenheit, zu vergleichen, ob eine andere KFZ-Versicherung bei gleichen Leistungen (bitte immer daran denken, nicht der Preis ist entscheidend, sondern die Leistung) einen günstigeren Beitrag bietet.

Aus eigener Erfahrung sind hier Einsparungen schnell und einfach zu erzielen. Online-Vergleiche für KFZ finden Sie hier in meinem Maklerblog, auf meiner Online-Vergleichs-Homepage Versicherungsmakler-Brettinger.de , oder u.a. auf der Webseite KFZ-Online-Versicherungsvergleich.de

Folgende Punkte sollten Sie bei einem KFZ-Online-Vergleich beachten:

  • Rabatt Schutz. Damit ein möglicher Unfall in Zukunft keine bzw. nur eine minimale Hofstufung der Schadensfreiheitsklasse (ist in Haftpflicht und Kasko möglich) erfolgt.
  • Schutz bei grober Fahrlässigkeit sollte eingeschlossen sein.
  • Wildschaden sollte bei allen Tieren eingeschlossen sein.
  • Neuwertentschädigung. Die Versicherungen erstatten nur den Zeitwert des Fahrzeuges. Dieser liegt bei Neufahrzeugen bereits weit unter dem bezahlten Neuwert. Achten Sie darauf, dass bei Neufahrzeugen bis zu 12 oder 24 Monate nach Erstzulassung der volle Kaufpreis erstattet wird.
  • Marderschäden. Bei Einschluss von Marderschäden bezahlt die Versicherung für Schäden, die direkt durch den Marderbiss am KFZ entstehen. Achten Sie darauf, dass auch Folgeschäden erstattet werden.
  • Freie Werkstattwahl. Wenn Sie Ihr Fahrzeug in der Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren lassen wollen, sollte Sie darauf achten, das der Versicherer auch dies garantiert und leistet.
  • Generell ist zu empfehlen, darauf zu achten, welchen Versicherungsschutz man sich einkauft.

    Bei einem Onlinevergleich müssen Sie nicht auf eine kompetente und qualifizierte Beratung verzichten. Gemeinsam mit IHNEN führe ich gerne einen ONLINE-Vergleich mittels ONLINE-Beratung durch. Ich zeigen Ihnen an Ihrem Bildschirm zuhause, welche Tarife für Sie am Besten sind. Machen Sie einfach einen Online-Termin mit meinen Online-Terminkalender.

    Abschließend noch ein Tipp: Wenn Sie einen KFZ-Versicherungsvergleich durchführen, nutzen Sie gleich die Gelegenheit Ihren kompletten Versicherungsschutz zu überprüfen. Stiftung Warentest empfiehlt eine jährliche Überprüfung des eigenen Versicherungsschutz. Ordnen Sie Ihre Versicherungsunterlagen. Unterstützung kann z.B. der digitale Versicherungsordner geben.

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    Das Amtsgericht München hat mit Urteil vom 30. Juli 2009 entschieden (Az.: 281 C 16247/09), dass ein Supermarkt-Betreiber nicht vor den möglichen Gefahren einer Schwingtür warnen muss. Kommt es in deren Bereich zu einem Unfall, ist das Opfer in der Regel selber die Folgen verantwortlich.

     

    Die klägerische Ehefrau parkte die Luxuskarosse ihres Gatten im unmittelbaren Bereich der Schwingtür eines Supermarktes. Als sie ihren Fehler bemerkte, wollte sie das umparken und dazu rückwärts setzen – zu spät. Die Tür schwang nach außen auf und schlug gegen einen der Kotflügel des Fahrzeugs.

    Der Fahrzeughalter verklagte den Supermarkt daraufhin auf Zahlung von Schadenersatz, da er der Ansicht war, dass der Betreiber des Marktes seine Verkehrssicherungs-Pflicht verletzt hatte. Denn die sich rasch und selbstständig nach außen öffnende Tür stelle eine erhebliche Gefahrenquelle dar, auf welche der Supermarktbetreiber durch Schilder hätte hinweisen müssen.

    Das Münchener Amtsgericht sah das anders und wies die Klage als unbegründet zurück.

    Nach Meinung des Gerichts ist es allgemein üblich und erlaubt, dass Einkaufszentren ihre Eingänge mit selbstöffnenden Türen ausstatten, um den Kunden so zum Beispiel den Zugang mit Einkaufswagen zu erleichtern. Eine gesonderte Warnung vor dem Aufschwingen einer solchen Tür hält das Gericht daher für nicht erforderlich, zumal bei ausreichender Aufmerksamkeit in der Regel zu erkennen ist, dass es sich um eine Schwingtür handelt. Auch dass solche Türen für den Fall einer möglichen Panik grundsätzlich nach außen hin aufschwingen, hält das Gericht für allgemein bekannt. Die Ehefrau des Klägers hätte mit dem Fahrzeug schlichtweg nicht bis in den unmittelbaren Bereich der Tür fahren dürfen. Denn dort war weder eine Parkfläche ausgewiesen noch wäre eine anschließende problemlose Nutzung der Tür durch andere Supermarktbesucher möglich gewesen.

    Der Supermarktbetreiber musste trotz der Tatsache, dass es sich um einen Nebeneingang handelte, vor welchem das Fahrzeug geparkt werden sollte, mit so viel Gedanken- und Rücksichtslosigkeit nicht rechnen.

    Daher war er nicht dazu verpflichtet, vor dem Aufschwingen der Tür zu warnen.

    Die Entscheidung ist inzwischen rechtskräftig.

    HP

    Keine Gnade für Raser

    Das Landgericht Coburg hat mit Urteil vom  27. August 2009 entschieden (Az.: 21 O 655/08), dass ein Autofahrer, die mit seinem Fahrzeug innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist, für die Folgen eines Unfalls gegebenenfalls selbst dann allein verantwortlich sein kann, wenn ihm ein anderer Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt genommen hat.

     

    Seinen Pkw hatte der Kläger einem Verwandten geliehen, der seiner Beifahrerin imponieren wolle. Dabei raste der Verwandte mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 km/h in den Ort. Kurz darauf kam es zu einem durch den Beklagten ausgelösten Unfall. Dieser wollte von einer Seitenstraße auf die bevorrechtigte Bundesstraße einbiegen, auf welcher das klägerische Fahrzeug fuhr. Um einen Zusammenstoß mit dem einbiegenden Auto zu vermeiden, wich der Verwandte des Klägers aus, geriet ins Schleudern und setzte das Auto gegen einen Laternenmast. Wegen der eindeutigen Vorfahrtsverletzung war für den Kläger klar, dass der Beklagte bzw. sein Versicherer für den Schaden in Höhe von über 6.000 Euro verantwortlich war.

    Die Versicherung des vermeintlichen Unfallverursachers sah das jedoch anders und ließ es auf einen Rechtstreit ankommen.

    Vor Gericht verteidigte sich der Beklagte damit, dass es ihm wegen der örtlichen Verhältnisse unmöglich war, das Fahrzeug des Klägers wegen dessen überhöhter Geschwindigkeit rechtzeitig wahrzunehmen. Auch er hielt den Verwandten des Klägers daher allein für den Unfall verantwortlich.

    Die Richter des Coburger Landgerichts gaben ihm Recht und wiesen die Schadenersatzklage als unbegründet zurück. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme zeigte sich das Gericht davon überzeugt, dass das klägerische Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls mit mindestens 100 km/h unterwegs war. Das hatten sowohl der Fahrer als auch dessen Beifahrerin gegenüber der Polizei eingeräumt. Auch ein vom Gericht befragter Sachverständiger kam nach Auswertung der Unfallspuren zu dem gleichen Ergebnis.

    Aufgrund dieses grob verkehrswidrigen Verhaltens hätte der Kläger dem Unfallbeteiligten nach Ansicht des Gerichts nachweisen müssen, dass dieser das Fahrzeug rechtzeitig hätte wahrnehmen können, um zumindest einen Teil seines Schadens ersetzt zu bekommen. Da der Kläger diesen Nachweis nicht führen konnte, blieb er auf seinem gesamten Schaden sitzen und muss nun auch noch die Kosten des Rechtsstreits tragen.

    Fazit: Wer in einer Ortschaft 100 km/h fährt, kann im Falle eines Unfalls kaum auf Schadenersatz hoffen.

    Die Entscheidung ist rechtskräftig.